Die Zahl der Firmenkonkurse in der Schweiz bleibt auf hohem Niveau: In den ersten fünf Monaten 2026 wurde bei 6’075 Unternehmen der Konkurs eröffnet – 58,4 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Besonders betroffen waren das Baugewerbe, die Gastronomie und der Detailhandel. Gleichzeitig hat sich das Wachstum bei den Unternehmensgründungen deutlich abgeschwächt und liegt noch bei 0,3 %.

Die CRIF AG analysierte die Zahl der Neugründungen, Konkurse und Löschungen von Firmen von Januar bis Mai 2026

Firmenkonkurse nehmen schweizweit deutlich zu
Zwischen Januar und Mai 2026 wurden in der Schweiz 6’075 Firmenkonkurse eröffnet. Dies entspricht einem Anstieg von 58,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Den höchsten prozentualen Anstieg verzeichnete der Kanton Thurgau mit +234,8 %, gefolgt vom Kanton Jura mit +154,2 % und dem Kanton Basel-Landschaft mit +142,2 %. Rückläufig waren die Zahlen einzig in den Kantonen Schwyz (-19,5 %) und Solothurn (-6,8 %).

Die meisten Konkurse betrafen das Baugewerbe (736 Fälle), die Gastronomie (565) und den Detailhandel (480). Besonders deutlich nahm die Zahl der Konkurseröffnungen in der Immobilienbranche (+99,2 %) sowie bei der Erbringung von Finanzdienstleistungen (+98,5 %) zu.

Ein wesentlicher Grund für diesen Anstieg ist eine Gesetzesänderung in der Schweiz. Seit dem 1. Januar 2025 können auch Steuerschulden bei im Handelsregister eingetragenen Schuldnern auf Konkurs betrieben werden.

 

Wachstum bei Firmengründungen verliert an Dynamik
In den ersten fünf Monaten wurden in der Schweiz 22’631 neue Unternehmen gegründet. Dies entspricht einem Wachstum von 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Im ersten Quartal 2026 hatte das Wachstum noch 4,7 % betragen.

Mit 4’093 Neugründungen verzeichnete der Kanton Zürich den höchsten Wert, gefolgt von den Kantonen Waadt (2’113) und Genf (1’805). In allen drei Kantonen war die Zahl der Neugründungen jedoch rückläufig: in der Waadt um 7,2 %, in Genf um 3,3 % und in Zürich um 1,3 %.

Die meisten Neugründungen entfielen auf Unternehmensberatungen (1’994), die Immobilienbranche (1’641) und den Detailhandel (1’624).

In einzelnen Branchen gingen die Neugründungen gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück. Besonders ausgeprägt war der Rückgang in der Gastronomie mit -23,3 % sowie im Detailhandel mit -12,4 %.

 

Zur Erhebung
Berücksichtigt wurden alle Firmen, die zwischen dem 1. Januar und dem 31. Mai 2026 neu ins Handelsregister eingetragen oder bei denen ein Konkursverfahren eröffnet wurde.