Anstieg der Schuldnerquote in der Schweiz
Anstieg der Schuldnerquote in der Schweiz
Zürich, 28. März 2017
​Die CRIF AG hat wiederum die CRIF-Schuldnerquote in der Schweiz berechnet. Untersucht wurden die einzelnen Kantone und die grössten Schweizer Städte. Die Schuldnerquote ist in der gesamten Schweiz auf 5.6% angestiegen. Dies entspricht einem Plus von 0.3% gegenüber 2016. Auffallend viele Westschweizer Kantone sowie einige Schweizer Städte weisen eine überdurchschnittlich hohe Schuldnerquote auf.
 
Anstieg der Schuldnerquote
Die CRIF-Schuldnerquote von sämtlichen Privatpersonen in der Schweiz beträgt 5.6%. Dies entspricht einem Anstieg von 0.3% gegenüber 2016, als die Schuldnerquote 5.3% betrug. Die Anzahl Schuldner ist in der Schweiz nochmals angestiegen, von 441‘706 im Jahr 2016 auf 471‘816 im 2017.
 
Die Schuldnerquote hat sich in sämtlichen Kantonen verschlechtert, wobei grosse Unterschiede in den einzelnen Kantonen bestehen. Die schlechtesten Zahler wohnen im Kanton Genf mit einer Schuldnerquote von 9.2%, gefolgt von Neuenburg (9.1%), Basel-Stadt (7.6%) und der Waadt (7.3%). Der Kanton Appenzell Innerrhoden hat die besten Zahler der Schweiz und verfügt mit 1.4% über die tiefste Schuldnerquote. In der Zentralschweiz weisen die Kantone Uri, Nidwalden, Obwalden und Zug ebenfalls tiefe Schuldnerquoten auf.
 
Städte mit hohen Schuldnerquoten
Bei den Städten beobachten wir eine generell höhere Schuldnerquote als in ländlichen Gebieten. Die schlechteste Schuldnerquote weist La Chaux-de-Fonds mit 11.7 % auf, gefolgt von Biel (10.7%) und Genf (10.0%). In der Deutschschweiz belegt die Stadt Basel den Spitzenplatz mit einer Schuldnerquote von 7.7%, gefolgt von St. Gallen (7.1%) und Sitten (6.8%). Zürich, die grösste Schweizer Stadt, liegt mit einer Schuldnerquote von 5.5% knapp unter dem Schweizer Mittel. Von den untersuchten Städten weisen Uster (3.7%), Thun (4.6%) und Lugano (4.8%) die tiefsten Schuldnerquoten auf.
 
Auffälliges Stadt-Land-Gefälle
Vergleicht man die Schuldnerquoten der grössten Städte mit derjenigen des entsprechenden Heimatkantons fällt auf, dass Biel mit 10.7% einen doppelt so hohen Wert aufweist wie der Kanton Bern mit 5%. Auch im Kanton St. Gallen ist ein Stadt-Land-Gefälle zu beobachten: die Stadt hat eine Schuldnerquote von 7.1%, der Kanton jedoch nur eine von 5%. Eine Ausnahme stellt die Stadt Lugano dar: sie weist lediglich eine Quote von 4.8% auf gegenüber 6.8% im Kanton Tessin.
 
*CRIF-Schuldnerquote
Zur Ermittlung der CRIF-Schuldnerquote wurden sämtliche Privatpersonen, welche über Betreibungen ab Fortsetzungsbegehren, Konkurse und Verlustscheine verfügen, berücksichtigt. CRIF bezieht diese Informationen von 500 Unternehmen aus der ganzen Schweiz. Die Erhebung wurde am 31. Januar 2017 durchgeführt.